Heute Morgen fahrt ihr zum Eyasisee, wo ihr zwei der ältesten noch existierenden Völkergruppen Afrikas besuchen werdet: Die Hadzabe und die Datoga. Die Strecke ist voller Schlaglöcher, es rumpelt und staubt. Neben der Straße laufen Kinder ihren täglichen bis zu 10 km langen Weg zur Schule. Die Hadzabe sind traditionell Jäger und Sammler und eine der letzten Volksgruppen, die noch in jüngster Vergangenheit Steinwerkzeuge verwendet hat. Sie suchen traditionell bis in die Serengeti hinein nach Nahrung. Nahrungsquellen sind die Jagd und das Sammeln von Beeren und Honig. Obwohl die Jagd in der Serengeti verboten ist, erkennen die tansanischen Behörden eine Sonderregelung an und setzen die Verordnungen nicht durch.
Seit gut 50.000 Jahren ziehen die Hadzabe als Nomaden durch die Region um den Eyasisee in Tansania, im Rhythmus der Jahreszeiten und abhängig von ihren Bedürfnissen. Die Zahl der noch hier lebenden Menschen wird auf etwa 300 geschätzt. Ähnlich wie die Sprache der Khoisan Buschmänner der Kalahari umfasst auch die Sprache der Hadzabe viele Klicklaute, die nirgendwo sonst gesprochen werden. Freundlich werdet ihr von den Hadzabe begrüßt und erhaltet eine kurze Einweisung. Dabei lernt ihr die Jagdutensilien kennen, zum Beispiel den Holzbogen mit einer Tiersehne als Schnur und die passenden Pfeile: Ein stumpfer Holzpfeil für kleine Tiere, einen Pfeil mit langer Metallspitze für mittlere Tiere und vielen Widerhaken für Paviane sowie die Giftpfeile für große Tiere.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr gemeinsam mit den Jägern auf die Jagd gehen: In einigem Abstand, um deren Jagderfolg nicht zu gefährden, folgt ihr den Männern, die mit Pfeil und Bogen Jagd auf nahezu alles Lebendige machen. Gejagt wird bei den Hadzabe jedoch immer für den konkreten Bedarf, es gibt keinerlei Vorratshaltung. Achtung: Das Tempo während einer solchen Jagd ist überraschend hoch und im dichten Busch ist es nicht immer einfach, den leichtfüßigen Hadzabe zu folgen. Der Jagdausflug dauert meist zwei bis drei Stunden, abhängig von der Beute. Nach der Rückkehr in das temporäre Dorf erklärt euer Guide euch, welche Rolle die Frauen bei den Hadzabe spielen und welche Arten von Tänzen es gibt.
Im Anschluss an dieses außergewöhnliche Erlebnis könnt ihr noch die Datoga besuchen. Dem Stamm gehören geschickte Schmiede an, zum Beispiel fertigen sie u.a. die Pfeilspitzen für die Hadzabe an. Die Datoga verfügen nicht über einen sehr fortschrittlichen Lebensstandard, aber sie gehen in der Regel zur Schule und wohnen an einem festen Ort nahe der Stadt, denn im Gegensatz zu den nomadischen Hadzabe sind die Datoga sesshaft. Wir befinden uns in einer Art Zeitmaschine: Während die Kultur der Hadzabe der der Steinzeit gleicht, finden wir uns bei den Datoga in der Bronzezeit wieder. Vom Jäger und Sammler haben sie sich zum Viehzüchter weiterentwickelt. Vom Datoga Stamm leben etwa noch 500 Leute auf diese Art. Neben der Viehzucht gehen sie dem Schmieden nach. Die Datoga sammeln Metallschrott und verarbeiten diesen zu Armbändern, Messern und Pfeilen, die sie z.B. mit den Hadzabe tauschen.
Anschließend macht ihr euch wieder auf den Weg in die Lodge, sodass ihr rechtzeitig zum Mittagessen zurück seid. Der Nachmittag steht euch zur freien Verfügung. Die eigenen, wunderschönen Gärten der Lodge laden zum Schlendern ein, die Lounge und Bar bilden entspannte Möglichkeiten zum Verweilen und der große Pool bietet viel Platz zum Austoben.
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Frühstück
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Mittagessen
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Abendessen