Costa Rica Reisebericht
Spaß, Action und Zeit für Erholung – das alles hat Costa Rica zu bieten
Unsere Senior Sales & Product Managerin Sabrina Kupke hat für euch Costa Rica erkundet und berichtet von ihren Erlebnissen.
So ein kleines Land mitten in Zentralamerika soll so viel zu bieten haben? Diese Frage stellte ich mir nämlich, als ich in den Flieger stieg und meine Reiseunterlagen studierte. Ich muss zugeben, ich habe dieses für lateinamerikanische Verhältnisse kleine Land bei weitem unterschätzt, und gerne berichte ich euch in diesem Artikel, warum.
Ankunft in San José
Costa Rica mit seinen grade Mal 5 Mio. Einwohnern und San José als Hauptstadt mitten im Zentraltal macht auf den ersten Blick nun wirklich nicht den Eindruck, als würde es hier viel zu sehen und erleben geben. Der internationale Flughafen Juan Santamaria ist relativ klein für die Menge an Touristen, die er jeden Tag empfängt. Die Passkontrolle ist, wie an jedem Flughafen, nicht zu umgehen und kann auch hier mal etwas länger dauern.
Aber ihr werdet schon von den Faultierbildern und Pura Vida Schildern begrüßt und das macht doch direkt Lust, dieses Land näher kennenzulernen. Unser Fahrer erwartete mich schon am Flughafen und brachte mich zur ersten Unterkunft außerhalb von San José . Man muss nämlich dazu sagen, dass San José als Stadt nicht sonderlich beeindruckend ist. Da habt ihr bestimmt schon schönere Städte gesehen.
Wir empfehlen unseren Familien immer gerne ein Hotel außerhalb der Stadt zu nehmen, zumindest für die erste Nacht. Dann habt ihr einen kurzen Transfer und könnt in eurem ruhigen Hotel erstmal entspannt ankommen.
Denn eins müsst ihr wissen: Die Costa Ricaner gehen mit Sonnenuntergang schlafen und stehen mit Sonnenaufgang auf. Das passt gerade gut zum Jet Lag! Um 5 Uhr morgens war die Nacht schon vorbei. Das ist aber perfekt, denn der erste Pick Up in Richtung Tortuguero Nationalpark ist immer sehr früh am Morgen. Auf geht’s durch den Braulio Carrillo Nationalpark in Richtung Guapiles. Hier erlebe ich zum ersten Mal costa-ricanische Straßen, die sich meist einspurig durch die Berge schlängeln.
Dies ist aber schnell wieder vergessen, denn hinter jeder Kurve versteckt sich eine andere Naturschönheit – ein natürlicher Wasserfall, ein atemberaubender Blick über den üppig grünen Nationalpark oder sogar ein Faultier, was einfach so in den Baumkronen hängt. Ich bin schon begeistert. Vorbei geht es an Ananasplantagen bis hin zum Bootsanleger, um mit dem Boot nach Tortuguero zu gelangen. Tortuguero ist ein ganz kleines unberührtes Dörfchen irgendwo im nirgendwo! Hier steht die Zeit noch still und die Welt ist gut.
Die Mawamba Lodge ist mein absolutes Highlight – so eine tolle, grüne und gepflegte Anlage, hier kommt ihr bestimmt zur Ruhe. Familiengerecht bietet die Lodge einen tollen Pool und direkten Zugang zum Strand. Die Zimmer sind hübsch in die Natur eingelassen und das Katonga Restaurant hält eine ganz besondere Überraschung bereit, die ich euch aber nicht vorab verraten werde. Das müsst ihr selbst erleben!
Auch der nächste Morgen ist nix für Langschläfer – um 05:30 Uhr sitzen wir schon im Boot parat, um noch vor dem Morgengrauen zu erleben, wie die Tierwelt im Dschungel aufwacht. Ein einmaliges Erlebnis! Über Brüllaffen, Kaimane, verschiedenste Vogelarten und Faultiere ist hier alles dabei! Auch hat Tortuguero einen einmaligen Strand zu bieten, wo die Schildkröten von Juli – August an den Strand kommen, um ihre Eier abzulegen. Schlüpfzeit ist dann ca. im September – Oktober. Und tatsächlich darf ich miterleben, wie eine Mama Schildkröte am Strand ihre Eier ablegt – das Glück ist perfekt.
Spannende Aktivitäten am Vulkan Arenal
Dann geht es weiter zum imposanten Vulkan Arenal! Also sollte ich jemals in Costa Rica leben, dann würde ich nach La Fortuna ziehen. Warum? Hier könnt ihr so viel erleben. Es ist für Groß und Klein etwas dabei. Wie wäre es mit einem Hiking Trail über die Lavafelder? Oder lieber einer Hängebrücken oder Zipline Tour?
Alternativ bietet La Fortuna auch viele natürliche Thermalquellen an, die aufgrund der unterirdischen Lavaströme natürlich erwärmt werden – spektakulär!
La Tigra Rainforest Lodge
Und dann endlich steht es auf meinem Programm: Der Besuch in unserer La Tigra Rainforest Lodge! Ich kann es kaum erwarten, als wir die 3 Kilometer Schotterpiste den Berg hoch fahren und schon begrüßt mich Adolfo freudig an der Rezeption. Ich lerne die Lodge kennen, die Wanderwege, den Permakulturgarten, die Baumhäuser und darf sogar zwei Nächte diese himmlische Ruhe im Regenwald genießen – hier schlafe ich wie ein Baby. Aber bei so viel frischer Luft wird man auch gut hungrig. Ich beiße in den hausgemachten Hamburger und kann mein Glück nicht glauben – schmackhaft, frisch und die meisten Zutaten kommen aus dem eigenen Garten! Ein Genuss.
Natürlich erfahre ich mehr über das Aufforstungsprojekt, lerne die Schule kennen und darf auch meinen eigenen grünen Abdruck hinterlassen. Mein Bäumchen wird hoffentlich noch in vielen Jahren das For Family Land bei La Tigra bewohnen.
Abenteuer im Monteverde Nationalpark
Um den Arenal See herum geht es weiter in den Nebelwald nach Monteverde – der macht seinem Namen wirklich alle Ehre. In einer Sekunde ist alles frei und man kann bis ins Tal herunter sehen und in der nächsten sieht man kaum die Hand vor Augen. Auch hier lohnt sich ein Zipline oder Hängebrücken-Abenteuer oder die Don Juan Kaffeetour. Auch das kleine charmante Städtchen Santa Elena lädt zum Bummeln und Verweilen ein.
Ab an die Pazifikküste
Da ich aber eine absolute Wasserratte bin, brauche ich jetzt Strand! Ab an die Pazifikküste nach Samara und Puerto Carrillo. Mein Traum wird wahr! Die Bucht von Puerto Carrillo ist menschenleer und das Meer schöner als eh und je! Der kleine Strandort Samara bietet ein paar ganz nette Beachbars, kleine schnuckelige Restaurants und man kann hier auch Surfstunden nehmen. Die Atmosphäre ist entspannt und das Leben einfach gut!
Aber auch weiter südlich an der Pazifikküste fand ich tolle Strände, wie zum Beispiel den Playa Esterillos nahe dem Nationalpark von Manuel Antonio. Dieser wiederum ist mir etwas zu voll und so zieht es mich auf die Karibikseite zum Cahuita Nationalpark!
Ein absolutes Muss, wenn man an der Karibikküste ist. So viel Natur und Tiere habe ich in keinem anderen Nationalpark erlebt. Das türkisblaue Karibikmeer kann man von den Wanderwegen aus bestaunen. Wie wäre es mit einer Schnorcheltour? Es lohnt sich.
Oder aber ein Ausflug zu der indigenen Gemeinde den Bri Bris? Alles möglich an der naturbelassenen Karibikküste.
Taucht ein in das Reggea Feeling ein und lasst euch einfach treiben!
Erlebt auch in eurem Familienurlaub Costa Rica atemberaubende Sandstrände, riesige Kokospalmen und das pure Abenteuer.
Zurück in San José
Zurück in San Jose treffe ich zum goldenen Abschluss Toni, unseren Freund und Maskenbildner, und darf an seiner Vorstellung teilnehmen. Wir tanzen mit den Kindern in seinem Garten und haben riesen Spaß. Auch ein Besuch bei der indigenen Gemeinde, den Quitirrisi, darf nicht fehlen.
Nelson erklärt mir ihre Traditionen, die bis heute noch praktiziert werden, und wir genießen gemeinsam den Blick auf das Zentraltal, während er mir von seiner Familie und dem Leben als Quitirrisi berichtet. Ich bin wirklich sprachlos und beeindruckt.
Fazit
So ein kleines Land und so viel zu erleben? Das ist Costa Rica!
Fragt mich bitte nicht, was das Beste an der ganzen Reise war, denn ehrlich gesagt kann ich das gar nicht sagen. Ich bin einfach beeindruckt von Costa Ricas Natur, den verschiedenen Tierarten, Klimazonen, Landschaften, den freundlichen Menschen, der Sicherheit und dem Essen. Ihr seht, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Solltet ihr nun Lust bekommen haben, Costa Rica kennenzulernen, dann ruft mich doch einfach an und wir besprechen gerne eure konkreten Reisepläne, damit auch ihr dieses kleine und so beeindruckende Land kennenlernt! Pura Vida!