Nashörner am Wasserloch von Makutsi - Südafrika mit Kindern

Privatreise Südafrika mit Kindern

Tierbegegnungen in und um Makutsi

Wer an Afrika denkt, dem kommen sofort Bilder majestätischer Nashörner, Löwen, Zebras und Antilopen in den Sinn. Dass der Kontinent auch noch eine ganz andere, überaus eindrucksvolle und vor allem eine Tierwelt im Miniaturformat beherbergt, hat Ingo Kober zusammen mit seiner Familie auf der Privatreise Südafrika mit Kindern hautnah erlebt. Lasst euch von seinen Eindrücken von Südafrikas Tierreich faszinieren!


Familienurlaub in Südafrika auf der Lodge ohne Zaun

Dass sich Südafrika hervorragend als Urlaubsort für Familien mit Sinn für das Abenteuer eignet, ist längst kein Geheimnis mehr. So hat es auch Herrn Kober zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern hierher verschlagen als er auf unserer Reise „Südafrika for family individuell“ unterwegs war. Ganz nach dem Motto der Reise, dass da lautet „Afrika erleben“, ließ sich die Familie von der atemberaubenden Tierwelt in Südafrika mitreißen. 

Und obwohl die großen, tierischen Sehenswürdigkeiten des Landes, nämlich die Big Five (Afrikanischer Elefant, Spitzmaulnashorn, Afrikanischer Büffel, Löwe und Leopard), auch zu sehen waren, bewies Familie Kober Sinn fürs Detail. Von Käfern und Schmetterlingen bis hin zu Schlangen, Echsen und Vögeln bot die Gegend um Makutsi seinen Besuchern eine gewaltige Artenvielfalt, die diese Familienreise nach Südafrika zu etwas ganz Besonderem machte.

Kleine, vielfältige Tierwelt in Südafrika

Ein erdiger, runder Klumpen mit einer Öffnung oben, liegt auf einer Holzoberfläche, umgeben von trockenen Pflanzenstängeln.

Bei all der Begeisterung über die möglichen Begegnungen mit den Big Five während eines Urlaubs auf Makutsi vergisst man leicht, dass es im Camp und auf den Ausflügen während der Familienreisen nach Südafrika auch eine Menge auf ihre Art ebenso spektakuläre Kleintiere zu sehen gibt. Vor allem natürlich im südafrikanischen Sommer. Ein paar davon möchte ich hier kurz vorstellen. Man muss dabei gar nicht weit gehen, um Interessantes zu sehen. Fast an jedem Rondavel findet man z. B. die kunstvollen Brutgefäße der Töpferwespe, die an antike Keramik erinnern.

Eine schwarze Fliege und eine rot-gelbe Wespe stehen auf einem Holzbrett, umgeben von unscharfem grünem Hintergrund.

Das Weibchen baut aus einem Lehmgemisch einzelne Brutzellen und legt je ein Ei hinein. Als Futtervorrat kommen dann noch Insektenlarven hinzu und fertig ist die Töpferwespenkinderstube. 

Auf der Suche nach Futter für den Nachwuchs lebt Mutter Töpferwespe allerdings im Camp nicht ungefährlich. Gerade an der River Lapa nutzen oft große Raubfliegen der Art Hyperechia marshalli das Holzgeländer als Ansitz für ihre Jagd, der wie auf dem nächsten Bild eben auch Töpferwespen zum Opfer fallen.

Eine Hand hält einen kleinen Skorpion, der mit seinen Scheren droht, während der Hintergrund dunkel ist.

Wenig beliebt bei vielen sind die kleinen Skorpione, die man nachts oft in den Rondavels finden kann. Manche leben gar dauerhaft im Innenbereich der Waschbecken und quetschen sich teils abends durch die Abflusslöcher in die Keramikschale. Aber keine Angst, auf Makutsi handelt es sich meist um harmlose Vertreter der Familie Ischnuridae, die kaum Giftwirkung haben. Wenn sie einen stören, setzt man sie am besten einfach ein paar Meter vom Rondavel entfernt ins Freie.

Ein großer, grauer Frosch sitzt auf einem weißen Lampensockel, umgeben von einer schlichten Wand und einem Holzpfosten.

Weitere nächtliche Gäste im Haus können auch die Baumfrösche der Art Chiromantis xerampelina sein. Gegen Austrocknung schützen die Frösche sich durch eine besondere Hautstruktur. Weiße Färbung hilft zusätzlich, Wärmeaufnahme zu verhindern und entsprechend ist dieses Exemplar gefärbt, das sich als Tagesruheplatz ausgerechnet eine Lampe ausgesucht hat.

Ein schwarzer Käfer mit gelben Antennen sitzt auf einer grünen Pflanze, umgeben von verschwommenem, grünem Hintergrund.

Bei Regen färben sich die Frösche braun und bald findet man überall über freien Wasserflächen ihre leuchtend weißen Schaumnester von Büschen und Bäumen hängen. Weitere interessante Begegnungen kann man übrigens auch schon im unmittelbaren Umkreis des Rondavels machen. Im Sommer ist dort häufig z. B. der hübsche Ölkäfer Mylabris oculata zu finden, der nahe mit unserem heimischen Maiwurm verwandt ist. Ebenso wie dieser hat er einen interessanten Lebenszyklus als Bienenparasit und genauso wie sein nordischer Verwandter kann er schwere Hautirritationen hervorrufen, wenn man ihn versehentlich zerdrückt. Daher wird er auch Blister Beetle genannt.

Zwei große, schwarz-gestreifte Tausendfüßler winden sich durch das grüne Gras, umgeben von Erde und Pflanzenresten.

Ebenfalls häufig sind die Riesentausendfüsser, die auf Makutsi in verschiedenen Arten vorkommen. Das obige Bild zeigt eine Paarung. Wenn die Nyalas oder Barbarossa, die Campgiraffe, mal wieder frischen Dung hinterlassen haben, sind auch die Pillendreher bald zur Stelle. Nur selten halten sie still, meist haben sie viel zu tun. Ist eine Dungkugel endlich fertig, wird sie im Eiltempo abtransportiert.

Eine schlanke, braune Schlange windet sich über einen rauen, erdigen Boden, umgeben von kleinen Steinen und Pflanzenresten.

Gar nicht häufig findet man die augenlose Wurmschlange (Leptotyphlops spec). Mit gerade mal 15 cm Länge bei der Dicke eines Schnürsenkels zählt sie zu den kleinsten Schlangen der Welt. Dieses Exemplar war wohl auf der Suche nach Beute auf einer Ameisenstraße unterwegs.

Eine schlanke Schlange mit einem glänzenden, gestreiften Körper kriecht über einen sandigen Boden, umgeben von grünem Gras.

Erheblich größer, aber sehr hübsch gefärbt, ist ihre Verwandte, die Schlegels Blindschlange. Auch dieses Tier lebt sehr versteckt, ist aber vergleichsweise häufig zu finden, wenn man denn weiß, wo man suchen muss.

Eine grüne Schlange mit blauen und gelben Mustern schleicht sich über einen Baumstamm, während sie aufmerksam in die Umgebung schaut.

Eine weitere im Camp anzutreffende Schlange ist die gefleckte Buschschlange. Eine hübsche harmlose Baumschlange, die aber oft mit der giftigen Boomslang verwechselt wird.

Eine schwarze Schlange schlängelt sich über den sandigen Boden, umgeben von grünem Gras und kleinen Pflanzen.

Natürlich kann man im Camp auch Schlangen finden, die tatsächlich giftig sind. Wohl die häufigste davon ist die Mozambique Speikobra. Aber auch dieser Schlange begegnet man fast nur, wenn man gezielt nach ihr sucht, denn sie geht den Menschen lieber aus dem Weg.

Ein junger Mann hält eine große Schnecke in der Hand und lächelt, während er auf einer grünen Wiese steht.

Geht man mit offenen Augen durchs Camp, kann man noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Tiere finden. Ich zeige hier nur beispielhaft einige wenige davon: Die Achatschnecken beeindrucken vor allem durch ihre Größe. Das nächste Bild zeigt ein bestenfalls mittelgroßes Exemplar.

Eine auffällige Spinne mit einem orangefarbenen, stacheligen Körper hängt in ihrem Netz, umgeben von unscharfem Hintergrund.

Eine Vielzahl von Spinnen kann man im Bereich des Camps beobachten. Hier zwei der weniger oft gesichteten Arten: Das folgende Bild zeigt eine Biscuit spider, Isoxya tabulata. Und tatsächlich erinnert das Tierchen ein wenig an einen Butterkeks.

Ein brauner Krebs mit einer rauen, steinartigen Oberfläche krabbelt über den sandigen Boden, umgeben von kleinen Steinen.

Nachfolgend sieht man eine Tarantelmutter, die ihre frisch geschlüpften Babys immer auf dem Rücken bei sich trägt.

Ein kleines Loch im Boden, umgeben von grünem Gras, aus dem einige orangefarbene Insekten hervorschauen.

In trockeneren, sonnenexponierten Bereichen des Camps kann man vereinzelt Wohnröhren von Vogelspinnen der Gattung Augacephalus finden.

Ein wunderschöner Schmetterling mit orangefarbenen und weißen Flügeln sitzt auf einem grünen Blatt im sanften Licht.

Schöne Schmetterlinge gibt es auf Makutsi natürlich viele zu sehen. Ich zeige hier nur beispielhaft den Afrikanischen Monarch.

Zwei Nyala-Männchen kämpfen in einer grünen Wiese, ihre Hörner berühren sich, während sie sich gegenüberstehen.

Natürlich lassen sich auch größere Tiere im Camp blicken: Diese beiden Nyalas haben bei unserem letzten Aufenthalt oft spielerisch direkt vor unserer Terrasse ihre Kräfte gemessen.

Ein Nilpferd schwimmt im trüben Wasser, während es von üppigem Grün umgeben ist, das am Ufer wächst.

Auch Impalas sind häufige Gäste, die bestaunt werden können. Ein Highlight für viele Gäste war dieses Hippo, das sich gerade die Stelle des Makutsiufers für einen Landgang ausgesucht hatte, die direkt der Flusslapa gegenüberliegt.

Ein gelber Vogel mit roten Augen putzt sein Gefieder auf einem Ast, während der Hintergrund in sanften Grüntönen verschwommen ist.

Apropos Hippo… nicht vorenthalten möchte ich dieses stimmungsvolle Bild eines sich putzenden Textorweberweibchens, es entstand am Hippo Hide, dem Hauswasserloch.

Ein leuchtend gelber Vogel mit schwarzem Kopf sitzt auf einem Ast und hält ein grünes Grasstück im Schnabel.

Ebenfalls häufig sieht man in der Gegend übrigens auch den nahe verwandten und sehr ähnlichen Maskenweber. Hier ein Männchen mit frischem Nistmaterial.

Ein großer Waran liegt entspannt auf einem Baumstamm, umgeben von grünem Gras und kleinen Pflanzen im Hintergrund.

Auf dem Weg vom Camp zum Hippo Hide konnte ich einmal einen sehr schönen Weißkehlwaran fotografieren.

Eine große Motte sitzt an einem Baumstamm, während eine Hand vorsichtig daneben liegt und die Textur des Stammes berührt.

Es lohnt sich also auch, auf dieser kurzen Strecke die Augen aufzuhalten. Abends und nachts ist die Bewegungsfreiheit im Camp natürlich eingeschränkt. Doch auch im Bereich der Lapas findet man vor und nach dem Abendessen einiges. Hier z. B. der beeindruckende Schmetterling, der sich aus dem berühmten Mopanewurm entwickelt.

Ein brauner Kröte sitzt auf einem steinernen Untergrund, umgeben von natürlichen Texturen und Farben.

Großen Krach machen zeitweise Kröten der Art Bufo granulosus, die doch tatsächlich im großen Pool laichen. Hier ein quakendes Exemplar.

Ein Mensch hält ein lebendes Chamäleon in der Hand, während eine andere Person im Hintergrund leicht lächelt.

Auch nachts, doch eher auf Game Drives, kann man, wenn man weiß wie, auch Chamäleons entdecken. Die Tiere ziehen sich zum Schlafen in die äußersten Zweigspitzen von Büschen zurück und werden ganz hell. Leuchtet man mit einer Taschenlampe die Büsche gezielt ab, entdeckt man leicht die stark reflektierenden und dann ins Auge fallenden Tiere. Tagsüber ist so ein Fund reine Glückssache. Hier ein ob der Störung äußerst erbostes junges männliches Lappenchamäleon.

Ein majestätischer Elefant steht in üppigem, grünem Gras und genießt die friedliche Umgebung der Savanne.

Zum Schluss noch ein paar Bilder von Ausflügen. Auf einer Fahrt in den Krügerpark erfreuten wir uns am Anblick dieses prächtigen Elefanten, als unsere Fahrerin Monika zufällig in den Rückspiegel sah. Da überquerte doch tatsächlich einer der so selten zu sehenden Leoparden ganz ungeniert im Schritttempo die Straße.

Ein majestätischer Leopard schleicht durch das dichte Gras, seine auffälligen Flecken heben sich von der grünen Umgebung ab.

Bis wir zurückgestoßen waren, war er schon fast wieder im Busch verschwunden. Ein halbwegs brauchbares Foto konnte ich aber noch schießen.

Ein atemberaubender Blick auf grüne Berge und einen glitzernden Fluss, umgeben von üppiger Vegetation und Felsen.

Bei dem Ausflug zum Blyde River Canyon sollte man über der grandiosen Aussicht nicht vergessen, auch nach den äußerst hübschen beschuppten Bewohnern dieser Gegend Ausschau zu halten. Besonders farbenprächtig sind die Männchen der Plattgürtelechsenart Platysaurus orientalis, wogegen die Felsenagamen vor allem durch ihr lebhaftes Wesen bestechen.

Eine Giraffe steht in einer grünen Landschaft, umgeben von Büschen und Bäumen, mit einem neugierigen Blick in die Kamera.

Es gäbe noch vieles zu zeigen, dem man auf und um Makutsi begegnen kann, doch ich will jetzt an dieser Stelle schließen, um nicht letztlich doch noch zu langweilen. Um das klassische Bild von Afrika nicht zu sehr zu  verwässern, zeige ich aber hier noch eine neugierige Junggiraffe als Abschiedsgruß.

Wir bedanken uns herzlich bei Ingo Kober für seinen spannenden Reisebericht.

Lust, die Tiere Südafrikas kennenzulernen?

  1. Ein Elefant wird während einer Safari-Pirschfahrt im Kruger Nationalpark entdeckt – Südafrika Familienreise
    Gruppenreise

    Familiensafari auf Makutsi

    Südafrika for family

    16 Tage

    ab 5 Jahren

    4.9

    • 2 Wochen auf der Makutsi Farm
    • Tolle Safaris im offenen Jeep
    • Baden im beheizten Thermalpool
    ab 2.199 € ab 1.359 €

Wir nehmen uns Zeit für euch!

Nach Absprache sind wir gern auch außerhalb unserer Öffnungszeiten für euch da.

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