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Willkommen auf dem Familienreisen-Magazin des Reiseveranstalters For Family Reisen, Ihr Spezialist für Erlebnisreisen mit Kindern weltweit.

REISEPLANUNG BEI FOR FAMILY REISEN

Interview mit Geschäftsführer Rainer Stoll

Dem Öko-Betriebswirt Rainer Stoll sind besonders die Themen Nachhaltigkeit und authentische Reiseerlebnisse eine Herzensangelegenheit. Seit über 20 Jahren entwickelt der Pionier des Ökotourismus in Deutschland als Geschäftsführer von For Family Reisen und sowie der Unternehmen travel-to-nature und Birdingtours deshalb bereits nachhaltige und authentische Reisekonzepte. Mit seiner Frau Conni und den beiden Kindern Elisa und Paul reiste der passionierte Entdecker bereits im Kleinkindalter in viele Länder weltweit. Daraus entstand die Idee als Spezialist hochwertige Familienreisen weltweit anzubieten, bei denen gleichgesinnte Familien gemeinsam die Schönheit der Natur und die Kultur ferner Länder entdecken und ein spannendes Programm haben, bei dem für die Kids keine Langeweile aufkommt.

In dem folgenden Interview erklärt Rainer Stoll, was bei einer Fernreise für Eltern mit Jugendlichen wichtig ist. Was sind die Erwartungen von Kindern und Eltern? Welche Aktivitäten stehen bei Jugendlichen hoch im Kurs? Wie kann man das Thema Nachhaltigkeit während einer Reise einfließen lassen? Wie wichtig ist es, dass Kinder reisen? Mit viele persönlichen Eindrücken berichtet der Experte, wie bei For Family Reisen neue Fernreisen mit Kindern geplant werden und welche Aspekte und Themen für uns relevant sind.

Was gefällt Kindern im Jugendalter (12-17) besonders auf Reisen?

Rainer Stoll: „Da habe ich natürlich wahnsinnig viele Erfahrungen gemacht mit meinen eigenen Kindern. Meine Kinder wollten am Anfang nie in der Gruppe reisen und als wir unsere erste Gruppenreise gemacht haben, waren sie so begeistert, dass sie danach eigentlich immer super gerne in Gruppen mit anderen Gleichaltrigen gereist sind. Das hat sie unheimlich nach vorne gebracht, auch in ihrer Entwicklung. Es hat ihnen richtig Spaß gemacht und sie konnten auch den anderen Kindern viel zeigen, weil sie halt schon viel erlebt haben, was Reisen angeht. Andere Kinder wiederum kamen aus der Großstadt und haben dann von anderen Erfahrungen erzählt, als das, was unsere Dorfkinder dann berichteten, aber es war immer sehr inspirierend für alle. Es war immer super gut und es sind auch langfristige Freundschaften entstanden, sie kennen sich teilweise heute noch und schreiben sich oder sind auf Facebook oder Instagram befreundet und das hat sich immer unheimlich gut gemacht. Wie gesagt: am Anfang wollten sie überhaupt nicht auf Gruppenreisen gehen und am Schluss wurden Gruppenreisen dann immer mehr zum Thema.“

Es ist auch oft so, dass Jugendliche lieber mit ihren Freunden als mit ihren Eltern oder Geschwistern verreisen. Was denkst du, muss bei einer Familienreise für Jugendliche dann dabei sein, damit sie noch Lust haben als Familie zu verreisen?

Rainer Stoll: „Ja genau. Natürlich war es auch für die Eltern geschickt, weil man nach dieser langen Kindheit auch mal ein bisschen mehr Zeit für sich hat. Weil ungelogen abends im Restaurant hat man die Kinder nicht oft gesehen, die sind dann gerne zusammen los getigert. Auch auf Safaris oder auf den Ausflügen haben sie natürlich die ganzen Action-Sachen wie Canopy-Touren, Rafting, Jet Ski, was weiß ich nicht alles gemacht. Und wir haben dann manchmal Vögel beobachtet, und haben dann natürlich auch mehr Zeit für uns dann gehabt. Auch in den Jeeps auf den Safaris war es aufgeteilt in Jugendliche und Erwachsene. So reist man zusammen, hat aber dennoch seine Freiräume.“

Was denkst du, sollte man bei so einer Reise beachten, dass es sowohl den Jugendlichen als auch den Eltern gefällt? Dass es sich bei den Interessen nicht so separiert?“

Rainer Stoll: „Man muss die perfekte Familienreise von den Aktivitäten so gestalten, dass es beiden Spaß macht. Also eine Mischung aus auch mal wandern, und dann aber auch Canopy, Rafting oder hanging bridges. Es müssen eben auch Aktivitäten eingeplant werden, die Action für die Jugendlichen bieten. Da können die Eltern auch gut mitmachen, auch wenn sie dann aus ihrer Komfortzone herausmüssen. Aber das war für uns auch immer cool, dann mal Action-Geschichten mitzumachen und hat uns auch Spaß gemacht. Am Anfang hat man zwar ein wenig Angst, weil man doch nicht mehr so beweglich ist, aber wenn man es dann gemeinsam mit den Kindern hinterher erlebt hat, ist das schon richtig klasse. So etwas schweißt eine Familie immer zusammen. Also wenn wir abends, - gestern Abend haben wir zum Beispiel Lagerfeuer gemacht mit meinen Kindern bei mir Zuhause und da erzählten über die Abenteuer, die wir auf unseren Familienreisen erlebt haben."

Vor einigen Jahren ging es für die Familie Stoll auf die höchsten Dünen der Welt in Namibia.

Was glaubst du, sind ein oder zwei Erlebnisse, die Familien mit Jugendlichen besonders gefallen? Also irgendwelche Aktivitäten oder besondere Orte oder Plätze, die dir einfallen?

Rainer Stoll: „Immer, wenn man gemeinsam etwas macht. Also zum Beispiel beim Kanu fahren, wo man zusammen helfen muss, dass man vorwärtskommt, das fand ich immer total gut. Weil die Kinder dabei auch mal selbst das Kommando übernehmen und sehen, dass es nicht immer einfach ist, wenn man die Verantwortung hat. Oder auch beim Wandern, du suchst jetzt mal den Weg aus und hinterher nicht meckern, dass der Weg falsch war.“

Du hast gerade schon davon gesprochen, dass es besonders auch für die Entwicklung von Jugendlichen wichtig ist oder auch schön ist bei einer Familienreise. Was glaubst du, was können Jugendliche lernen auf einer Familienreise?

Rainer Stoll: „Ja eben Verantwortung übernehmen, auch mal zu sagen, wo es lang geht und mal der Chef im Boot sein. Oder sagen, was man macht, welche Aktivitäten man heute unternimmt. Das habe ich dann schon gemerkt, dass meine eigenen Kinder, dass sie das schon weit gebracht hat. Sie haben auch schnell gemerkt, dass dies nicht immer so einfach ist, wenn man z.B. sagt, jetzt gehen wir links und dann rechts und wenn man links geht und der Weg ihnen nicht gefällt, und dass man da nichts dafür kann.“

Im Bild: Paul Stoll schließt neue Freundschaften in Tansania.

Und was glaubst du auf die Entwicklung bezogen, verändern sich Kinder und Jugendliche beim Reisen?

Rainer Stoll: „Ja! Ja, eindeutig. Wenn du mal mit Kindern in Ländern wie Indien oder Nepal unterwegs warst und sie sehen, wie schlecht es anderen Kindern in der Welt geht, das ist wirklich extrem, also absolut extrem. Wir haben auch immer die Pilotreisen gemacht für diese Tour, und da haben wir auch gemerkt, dass es ein ganz, ganz wichtiger Punkt ist, die Kinder richtig darauf vorzubereiten. Wenn man bettelnde Kinder sieht oder Kinder, wo die Minen ihnen die Füße weggerissen haben, da muss man als Eltern schon vorab erklären, dass die Welt nicht überall so idyllisch ist wie im Breisgau, wo wir wohnen. Man muss informieren, dass es viele Kinder gibt, deren leben nicht so privilegiert verläuft wie das unsere Kinder. Nach der ersten Nepal oder Indien Reise haben unsere Kinder gesagt, da fahren sie nicht mehr hin. Das ist uns zu hart."

Aber sie sind trotzdem mit dir weitergereist?

Rainer Stoll: „Ja, meine Kinder reisen jetzt auch selber ganz viel und sind ständig unterwegs.“

Elisa Stoll verschlug es im Frühjahr 2019 nach Marokko.

Dann ist Nachhaltigkeit ein Thema, was immer wichtiger ist im Tourismus. Was glaubst du, wie eine Familienreise nachhaltig sein kann?

Rainer Stoll: „Was auf jeden Fall dabei sein muss, ist, dass die Kinder auch lernen, dass man nicht in die riesigen Hotels geht und das Geld wieder alles nach Deutschland oder Amerika fließt, sondern man sich einheimische Hotels aussucht. Wir haben ja selber schon so eine Lodge gebaut, um mal ein Vorbild zu liefern.: Die La Tigra Lodge in Costa Rica. Dabei haben wir alles, was wir unter nachhaltigem Tourismus verstehen, reingepackt. Also Einheimische integriert - sie sind selbst Teilhaber daran. Wir bilden die Einheimischen aus der Gegend aus als Reiseleiter oder zeigen ihnen, wie man selber Unterkünfte zuhause vermitteln kann, wie man Touren leitet, wir geben Englisch Unterricht, wir bilden sie zu Köchen oder Köchinnen aus oder zum Tourguide. Das ist so ein richtiges Vorzeigeprojekt. Jedes Kind pflanzt vor Ort einen eigenen Baum. Dann kriegen sie auch jedes halbe Jahr eine E-Mail, wo dann drinsteht, wie ihr Baum wächst und welche neuen Tierarten wir da gesehen haben. Und wir informieren auch über Themen wie Artenschutz oder CO2-Kompensation."

Und warum glaubst du, interessieren sich besonders Familien auch zunehmend für nachhaltiges Reisen?

Rainer Stoll: „Ja, das ist doch total klar, weil die Kinder ja noch länger leben und die wollen ja auch noch eine intakte Natur und eine intakte Welt haben, durch die sie mal reisen können. Das heißt, die Eltern müssen aufpassen, damit die Kinder nicht sagen können, ihr habt unsere ganze Erde da zerstört und wir können keine Nashörner mehr angucken, weil ihr sie ausgerottet habt. Also von daher ist Nachhaltigkeit sehr wichtig."

Familienreise_Costa Rica_Rainer Stoll betrachtet Baum

Rainer Stoll besucht das Regenwaldprojekt in Costa Rica.

Glaubst du, das Reisen von For Family Reisen dazu beitragen können, dass man mehr Verantwortung auch für das Thema Artenschutz oder Naturschutz generell entwickeln kann oder auch den Respekt gegenüber anderen Kulturen?

Rainer Stoll: „Ja, weil wir das den Leuten auf unseren Reisen ja auch zeigen. Unsere Reiseleiter sind geschult und erklären den Gästen, was Nachhaltigkeit ist, was Artenschutz ist, was Responsibility im Gesamten eben bedeutet. Und von daher denke ich, dass sie schon etwas davon mitnehmen. Gerade, wenn sie ihr Bäumchen pflanzen oder ihre Projekte in Namibia besuchen. For Family Reisen hat einige Projekte weltweit, die unsere Gäste auf den Reisen besuchen. Da bekommen die Kids mit, worauf es ankommt und das ist auch das, was wir wollten.“

Wie wichtig ist es aus deiner Sicht, gerade für Jugendliche in der heutigen Zeit, selbst zu reisen, wo man doch durch das Internet sowieso vernetzt ist und sich alles online ansehen kann?

Rainer Stoll: „Naja, eine Reise birgt immer Überraschungen. Das ist genau das, was es ausmacht, diese Abenteuer, auch die kleinen Abenteuer. Das fremde Essen, das mal schmecken. Wenn du mal in Indien gegessen hast und sagst, du willst es nicht scharf, dann weißt du trotzdem, das ist Feuer, was da drinsteckt. Das kann man virtuell ja gar nicht so erleben. Auch, das mit Freunden unterwegs zu sein und Bekannten. In Namibia schwimmen mit den Seelöwen, also wenn man das nicht selbst erlebt hat, das kannst du auf YouTube nie nachvollziehen. Auch das Adrenalin, das Prickeln, was dabei ist und die Kälte vom Wasser, das ist unglaublich. Ich schau mir auch gern so Videos an und lese Blogs und so weiter, aber selber reisen ist da 100.000 Mal besser. Da habe ich mir noch niemals Gedanken drüber gemacht, das zu ersetzen. Ich lasse mich da höchstens von inspirieren.“

Was würdest du nun abschließend sagen, was macht eine sehr gute Familienreise mit Jugendlichen aus?

Rainer Stoll: „Für mich ist es wichtig, dass die Familie viel zusammen unternimmt und hinterher viel zusammen zu erzählen hat. Gemeinsame Erlebnisse bleiben noch lange in Erinnerung. Und wenn das hinterher gegeben ist, dann hat man eigentlich alles richtig gemacht.“

Das Interview wurde von Claudia Verholen, Sales & Product Manager bei For Family Reisen, im Rahmen ihrer Bachelorarbeit geführt. Wir bedanken uns, für die Freigabe zur Veröffentlichung.

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